Die MIKAO USUI SCHULE der ganzheitlichen Erfahrung und Heilung
Die Schule
Schule - Struktur und Ziele
Schule - Entstehungsgeschichte
Schule - Transzendenz
Heilung
Beratung
Studienbereiche
Die Grosse Invokation
Ein Lichtfunke
Kontakt
Empfohlene Webseiten

 

Transzendenz

TRANSZENDENZ im Konzept und Lehrangebot der MIKAO USUI SCHULE

Wir nutzen den Begriff Transzendenz zunächst einmal in einem sehr allgemeinen Sinne als Überschreiten einer Grenze, die etwas Gegebenes, bereits Bekanntes darstellt. Genauer betrachtet handelt es sich um das Überschreiten in Richtung auf eine umfassendere, höhere Ebene des Handelns. Dabei bedeutet dies nicht ein Zurücklassen oder Unberücksichtigtlassen des Alten, sondern dessen Integration in die neue, höhere, umfassendere Einheit. Diese neue Einheit wird erst durch das Alte, bisher Bestehende möglich und erfährt ihre Rechtfertigung durch dieses Vorangehende. Dennoch verliert das Alte seine bisherige Bedeutung und wird zu einem Teil unter Teilen.

Wir wollen uns diesen Gedankengang am Beispiel der Transzendenten Traumarbeit (TTA) verdeutlichen. Träume sind ein allgegenwärtiges Phänomen. Jeder Mensch erfährt sie, ist ihnen in gewisser Weise ausgeliefert. Wie er die Träume sieht, welchen Stellenwert er ihnen in seinem Leben zumißt, womöglich im menschlichen Leben insgesamt, hängt von verschiedenen inneren und äußeren Faktoren ab, die sich im Individuum treffen und seine Entscheidung bestimmen. Neben bereits bestehenden Traumtheorien, dem Grad der gesellschaftlichen Wertschätzung der Träume und anderen äußeren Einflüssen spielen subjektive Faktoren  eine Rolle, wie etwa die Existenz von psychischen Vorlieben, von psychischen Problemen, der Grad der individuellen Einsichtsfähigkeit und vor allem auch die Stärke der erfahrenen eigenen Träume. Letztlich ist es das mehr oder weniger ausgeprägte Weltbild des Einzelnen, insbesondere seine Vorstellung von dem, was einen Menschen ausmacht und vom Grad seiner möglichen Einflußnahme auf sein eigenes Leben, das seine Haltung den Träumen gegenüber bestimmt.

Transzendenz setzt an diesen Voraussetzungen gesellschaftlicher und individueller Art an. Werden wir noch konkreter: Die im Westen wohl am weitesten verbreiteten und gesellschaftlich überwiegend akzeptierten Theorien über die Natur des Traumes und die sich daraus ableitenden Methoden des Umgangs mit Träumen, stammen in unserer Zeit aus der tiefenpsychologischen Denkrichtung. Es sind die Traumtheorien Sigmund Freuds und Carl Gustav Jungs. Daneben gibt es ein Reihe von weniger umfangreichen Theorien und methodischen Ansätzen, die uns an dieser Stelle und für unsere Zwecke jetzt nicht interessieren. Sigmund Freud verfolgte einen sehr diesseitig ausgerichteten Ansatz, der den Menschen beschränkte auf jene Strukturen und Prozesse, die Teil seiner Individualität sind, wie sie erfahrbar und bestimmbar ist durch den physischen Körper. Träume entstehen in dieser Sicht aus dem Meer natürlicher Triebe, deren Möglichkeiten und Unmöglichkeiten, sich im Denken, Fühlen und Handeln eines Individuums auszudrücken, primär das Traumgeschehen bestimmen. C.G. Jung griff einen Teil dieser Gedankengänge auf, entkleidete sie ihrer einengenden Vorstellungen und fügte ihnen das beindruckende Konzept vom kollektiven Unbewußten hinzu. Er tranzendierte Freud. Doch auch Jung war Gefangener seiner Zeit, insbesondere seiner Ärztezunft. So versuchte er zeitlebens, sein Konzept vom kollektiven Unbewußten als natürlich-biologischen Prozeß zu begründen. Nur in Andeutungen, wie er sie etwa in seiner Autobioggrafie machte, findet der aufmerksame Leser Hinweise auf einen Bedeutungsgehalt des Unbewußten, der über den natürlich-biologischen Prozeß hinausgeht. Die Zielrichtung therapeutischen Handelns und das methodische Instrumentarium, die Jung aus seiner Sicht der Konstitution des Menschen entwickelte, drängen die Jungsche Traumarbeit  über die üblichen Vorstellungswelten hinaus. Seine Einsicht, daß sich sein Konzept nur durchsetzen könne, wenn die anerkannte und anerkennende Ärzteschaft es akzeptieren könne, hinderten jedoch die Assimilation weitergehender Vorstellungen über die Konstitution des Menschen, wie sie in Außenseiterbereichen sehr wohl auch zu seiner Zeit schon existierten. Damit waren seine Ziele und Methoden beschränkter als möglich, wohl aber gesellschaftlich sinnvoll, denn weder die Ärzteschaft noch die Allgemeinheit hätte einer weiterführenden Sicht folgen können. Heute haben sich die Möglichkeiten, alternative Konzepte an ein breiteres Publikum heranzutragen, beträchtlich ausgeweitet. Zudem ist es nicht mehr zwingend notwendig, die Zunft der Ärzteschaft mit ihrer biologischen Sichtweise hinter sich versammelt zu haben. Nunmehr können wir daran gehen, die Traumarbeit in einen noch umfangreicheren Rahmen, der der Natur des Menschen weitaus gerechter wird, einzugliedern. Die Transzendente Traumarbeit der MIKAO USUI SCHULE unternimmt diesen Versuch. Dabei müssen und wollen wir nicht in die antike Vorstellungswelt der Völker eintauchen, die durchzogen ist von allerlei Gedankengängen spekulativster Art und begrenzt ist durch die gesellschaftlichen Verhältnisse und das Einsichtsvermögen damaliger Individuen. Wir finden die Rechtfertigung unserer Vorstellungen in der Konstitution des Menschen, wie sie sich unmittelbar praktisch erfahren läßt, wenn man gewillt ist, herkömmliche Vorstellungen und den Zwangsgürtel zu kurz greifender Methoden abzulegen. Die Transzendete Traumarbeit sieht den Menschen als ein Energiewesen, welches eingebunden ist in ein vielfältiges, z.T.unüberschaubares Geflecht von Energieströmen, die aus der Gesamtheit Menschheit in und durch das Individuum fließen und vom Individuum in die Menschheit zurück, sowie von Energieströmen planetarischer, solarer und kosmischer Art. 

 Kosmos   Sonnensystem  Planetarische, solare und kosmische Energieströme  Planet   Menschheit   Individuum

Dieses Energiewesen Mensch folgt - wie alles in diesem Universum - einem Zug zur evolutionären Weiterentwicklung. Entsprechend gilt dies auch für die Menschheit insgesamt. Damit ist ein inhärentes Ziel menschlicher Entwicklung benannt, ohne daß es bereits näher qualifiziert ist. Dieses Ziel  kann nicht allein aus der menschlichen Konstitution bestimmt werden, ist es doch Teil des großen universellen Zieles. Wohl aber müssen sich die Elemente des großen universellen Zieles auch in den kleinen und kleinsten Teilen des Universums widerspiegeln. Die Einsicht unserer Vorfahren auf allen Kontinenten dieser Erde, daß sich im Kleinen das Große wiederfinde, daß unten (in der Materie)gleiches zu finden sei wie oben (im Geistigen), trägt dieser Gesetzmäßigkeit Rechnung. Nun können wir in diesem Zusammenhang unserer Diskussion der Transzendenz  keine detailierte Analyse liefern. Daher mögen einige Hinweise genügen, um zu verdeutlichen, was wir meinen. Welches Naturreich wir uns auch ansehen mögen, wir erkennen eine grundlegende Tendenz zum Zusammenschluß vieler, kleinster Einheiten zu größeren und komplizierteren Gebilden. Wir erkennen ebenso eine Tendenz zur Bewußtwerdung der Natur, die ihren augenblicklichen Höhepunkt in dem Bewußtsein des Menschen findet. Die seit einigen Jahren auch für den durchschnittlichen Menschen feststellbare Globalisierung der Welt spiegelt den Prozeß der Einswerdung wieder. Die  Vereinigung der Menschheit auf der Ebene des Internets, die begleitet ist von einer ungeheuren Zunahme der Verfügbarkeit von Wissen, repräsentiert die Tendenz zur Bewußtwerdung des Universums (selbstverständlich geschieht dies alles auf der Basis der relativen Primitivität der Menschheit und  zeigt sich dementsprechend in allerlei üblen Symptomen). Wir haben es hier mit Beispielen aus der sichtbaren und letztlich materiellen Welt zu tun. Doch auch in der für uns nichtsichtbaren, allerdings innerlich erfahrbaren psychischen Welt geschieht ähnliches. Der Mensch lernt, sein Innenleben einer zentralen Kontrollinstanz  unterzuordnen . Dort, wo ihm dies nicht oder nur unzureichend gelingt, bilden sich relativ autonome psychische Bereiche heraus, die manchmal Komplexe, manchmal Neurosen, manchmal Abspaltungen genannt werden. Sie alle zeichnen sich durch eigene Gesetzmäßigkeiten und einen Unwillen zur Zusammenarbeit mit der Zentralgewalt, die wir Bewußtsein oder Ich nennen, aus. Die Welt "Individuum" ist gespalten, ihre Kommunikation gestört. Kriege im Innern sind die Regel. Das, was wir herkömmlich psychische Heilung nennen, ist  eine Entsprechung der universellen Tendenz zur Einheit, wie sie auch in der Globalisierung zum Ausdruck kommt. Äußere wie innere Kontinente und Länder rücken zusammen, versuchen, einen ungehinderten Austausch von materiellen und nichtmateriellen Gütern und  Energieströmen zuwege zu bringen, bilden umfassendere Regierungsstrukturen und erkennen sich als Einheit. Das ich-bezogene Bewußtsein, weicht dem familiären Bewußtsein. Dieses wird transzendiert durch ein familienübergreifendes Gruppenbewußtsein, welches sich in einem nationalen, kontinentalen oder Weltbewußtsein widerspiegelt. Gleichzeitig erfolgt eine vorbereitende Bewußtseinsausweitung, die andere Welten und andere, potentielle Weltenbewohner miteinbezieht. (Ich meine hier die Flut von Science Fiction und Fantasy, die seit einigen Jahrzehnten die Vorstellungswelten der Menschen beeinflußt.) Auch in der Psychologie finden wir ähnliche Entwicklungen, wobei wir hier erst am Anfang stehen. Derzeit überwiegen die einander widerstreitenden Modelle des Psychischen. Auch eine Ohnmacht vor der Komplexität der menschlichen Psyche ist feststellbar, die sich  u.a. in einem Verzicht auf eine explizite Auseinandersetzung mit der Konstitution des Menschen ausdrückt. Transzendenz als Konzept ist darauf ausgerichtet, Bestehendes in seinem Wert zu erkennen und es seiner Bedeutung entsprechend in ein umfassenderes Gesamtbild einzugliedern. So nutzt die Transzendente Traumarbeit (TTA) Vorstellungen und Arbeitsweisen C.G. Jungs, Sigmund Freuds, Alfred Adlers sowie S.Pearls und anderer.  Dies wird möglich, weil diese Theoriewelten jeweils eine oder mehrere Facetten menschlichen Seins reflektieren, ohne eine ausreichende Gesamtschau zu liefern. Die TTA vereint diese Vorstellungswelten unter dem Dach eines neuen Hauses, welches beansprucht, den Menschen umfassender zu begreifen. Dabei fußen die theoretischen Vorstellungen auf ausführlichen praktischen Erfahrungen von bestehenden,  bisher allerdings von der durchschnittlichen Intelligenz nicht erkannten, erlebten oder akzeptierten Bereichen menschlichen Seins. Diese außergewöhnliche Erfahrungsbasis wird ermöglicht durch die Methoden Transzendenter Heilung, die physische und psychische Gesundung auf neue Weise ermöglichen sowie jene Gesundung, die wir in Ermangelung eines anderen Begriffes spirituelle Gesundung nennen wollen.

Die bereits angesprochene Eigenschaft des Menschen, Energie unter Energien zu sein, Teil eines unendlichen Meeres der Energien, die in einem stetigen Austausch miteinander stehen, öffnet den Blick für traumverursachende Faktoren, die nicht in den bisherigen Traumtheorien berücksichtigt sind. Die These von der universellen Evolution, in deren Rahmen die menschliche nur ein untergeordnetes Teilgebiet ist und vor allem ein Durchgangsstadium, ermöglicht, die Zielrichtung von Träumen auszuweiten, der heutigen Traumarbeit und Trauminterpretation neue Impulse zu geben. Die Methoden Transzendenter Heilung geben uns die Fähigkeit, derartige Thesen auf eine Weise zu überprüfen und dies in einer Unmittelbarkeit, die ihresgleichen sucht. Auch hier wollen wir an einem Beispiel verdeutlichen, was gemeint ist:

Der Mensch als Energiewesen setzt sich aus verschiedenen Körperhüllen zusammen, die eindeutig unterscheidbar sind und jeweils eigene Aufgaben im Gesamtsystem Mensch zu erfüllen haben.  Wir können zwei Hüllen unterscheiden, die primär physische Bedeutung haben. Es handelt sich um den physischen Körper im eigentlichen und üblichen Sinne sowie um den ihn belebenden und Struktur gebenden ätherischen Körper. Beide Hüllen durchdringen einander und bilden beim lebenden Menschen ein Subsystem, welches sich erst beim Tode auflöst. Ein Teil des Ätherkörpers, der aufgrund seiner belebenden Funktion für den physischen Körper auch Vitalkörper genannt wird, umhüllt den physischen Körper. (Das Christentum spiegelt ihn wider in der Gestalt des Heiligenscheins.) Der Vitalkörper ist von feinerer Konsistenz als der physische und entzieht sich daher in der Regel dem physischen Auge. Er wird seinerseits umhüllt von dem noch feineren Emotionalkörper und letzterer von dem feinsten Mentalkörper. So entsteht eine Art von aurischem Ei, dessen Kern grobphysisch ist. Die emotionale Körperhülle ist für das Wunsch- und Begierdeleben zuständig, während der mentale Körper das Denkvermögen des Menschen beinhaltet. All diese Körperhüllen können mit Hilfe transzendenter Methoden gesehen, empfunden und beeinflußt werden.

<Hüllenmodell>

Das Erkennen dieses Aufbaus des menschlichen Körpers hat weitreichende Konsequenzen für die Arbeit mit Träumen. Zunächst einmal ist zu fragen: "Wer oder was träumt in einem Menschen während der diversen Traumphasen im Verlaufe einer Nacht? Werden wir der Komplexität menschlichen Seins gerecht, wenn wir uns wie die Schlafforschung einzig auf die meßbaren Daten des physischen Gehirns beschränken?" Wissen wir schließlich auch noch, daß sich unsere emotional-mentale Körperhülleneinheit während bestimmter Phasen des Schlafes von unserer physisch-ätherischen Hülleneinheit abkoppelt, dann tauchen Fragen auf, wie: "Gibt es voneinander getrennte Traumphasen beider Hüllen? Wie könnten diese zusammenhängen? Gibt es einen Datentransfer zwischen beiden Einheiten?" Auch mag sich bei uns eine Ahnung herausbilden, welche Hüllenebene des Menschen für die Psychoanalyse die primäre Basis darstellt. Wir mögen bereits vermuten, daß die Tiefenpsychologie C.G. Jungs ihren eigentlichen Begründungszusammenhang in der Gesamtheit aller Hüllen des Menschen findet, jedoch mit ihrem Konzept des kollektiven Unbewußten noch über die Hülleneinheit hinausragt. Doch wohin ragt sie? Nun wird es für uns Zeit, an dieser Stelle das bisher gültige Grundmodell des Psychischen infrage zu stellen. Was die heutige Psychologie als Seele oder Psyche definiert, unabhängig von der Richtung, aus der dies geschieht, bewegt sich einzig im Rahmen der vier Körperhüllen des Menschen. Allerdings bewegt sich das explizite psychologische Denken nur auf der physischen Ebene insofern, als die Psyche des Menschen in seinen Kopf eingesperrt wird. Unser Hüllenmodell deutet an, daß das eigentliche psychische Geschehen außerhalb des Kopfes stattfindet. Es nutzt den Kopf wie auch den restlichen Körper als Ausdrucksmittel. Der Irrtum des Menschen besteht darin, die Symptomebene und die Ursachenebene nicht zu differenzieren. Dadurch beschränkt er seine Erkenntnisse unnötigerweise und beeinträchtigt stark sein Heilungsbemühen. Das Transzendente Heilen wie auch die Transzendente Traumarbeit gehen von der Existenz einer außerhalb der Körperhüllen angesiedelten Seele des Menschen aus, die der Baumeister seiner vier Körperhüllen ist und ihnen das Leben verleiht. In der christlichen Religion ist dies angedacht. Nur verlegt sie ebenso wie die anerkannte Psychologie diese Seele in den Körper hinein. Das entspricht zwar dem Standard heutiger Erkenntnis, ist aber unzweifelhaft überholt und veränderungswürdig. Schon Platon hat vor etwa 2500 Jahren die Existenz einer persönlichen und einer überpersönlichen Seele postuliert. Indem man diese Vorstellung einzig als nichtzubeweisende Idee, als metaphysisches Postulat sah, konnte man sie in unserer Zeit bedenkenlos über Bord werfen. Doch wer sagt uns, daß der große Platon nur spekulierte? Die Transzendente Psychologie, von der die Transzendente Traumarbeit einen Teil darstellt, ist in der Lage, auf vielfältige Weise die Existenz beider Seelenebenen durch  Kontaktaufnahme und Kommunikation erfahrbar zu machen. Sie ist insofern auch in der Lage, das Jungsche kollektive Unbewußte zu erleben und kann den Kern des kollektiven Unbewußten als planvolle, regulierende, übergeordnete Instanz definieren. Damit werden die Möglichkeiten der Traumarbeit wiederum erweitert. Denn nun wird es zum Ziel einsichtsvoller Trauminterpretation, den Plan dieser übergeordneten Instanz, wie sie ihn für das von ihr erschaffene Individuum formuliert hat, zu erkennen, anzunehmen und den Versuch zu unternehmen, diesen Plan im Individuum und in seiner Umwelt Wirklichkeit werden zu lassen. Das methodische Instrumentarium hierfür liefert uns das Transzendente Heilen, insbesondere die Transzendente Psychologie. Auf diese Art und Weise kommen wir wieder zum Thema Evolution, können diese im Kern als Bewußtseinsevolution definieren und haben nunmehr die Grundlage gefunden, um die Ziele der Evolution des Menschen im Allgemeinen und im Besonderen für das Individuum bestimmen zu können. Die Ziele wiederum ermöglichen es, die bereits bestehenden Richtungen der Traumarbeit und ihr methodisches Instrumentarium in vielerlei Hinsicht zu integrieren und zugleich neue Methoden zu entwicklen, die notwendig sind, um die Beschränkungen des bisherigen Instrumentariums zu überwinden.

Wir haben  bis jetzt drei Ströme transzendenten Wirkens im Rahmen der MIKAO USUI SCHULE erwähnt. Es sind das Transzendente Heilen (TH), die Transzendente Psychologie (TP)und die Transzendente Traumarbeit (TTA). Mit diesen drei  Strömen treten wir gegenwärtig nach außen. Der Basisstrom ist das Transzendente Heilen, welches alle Heilungsebenen umfaßt (vom Körperlichen über das Psychische bis zum Spirituellen). Die Transzendente Psychologie ist ein wesentlicher Teil dieses Basisstromes und stellt zudem eine Vertiefung seiner psychologischen Aspekte dar, während die Transzendente Traumarbeit ihrerseits Teil und Vertiefung des psychologischen Stromes ist. Wir können uns alle drei Ströme im Querschnitt als konzentrische Kreise vorstellen.

Konzentrische Kreise

Bezogen auf das Studienangebot drückt sich dieser Zusammenhang aus in einem Basisstudium und der Möglichkeit, nach dessen Absolvierung entweder die allgemeine Richtung Transzendentes Heilen beizubehalten oder eine Spezialisation in Richtung Transzendenter Psychologie anzustreben. Letztere beinhaltet u.a. ein Grundstudium in Transzendenter Traumarbeit. Darauf fußend ist eine weitere Spezialisation hinsichtlich der Traumarbeit möglich. Menschen, die vorwiegend an ihrer spirituellen Entwicklung interessiert sind, haben die Möglichkeit,  einen Studiengang zu belegen, der Bausteine des TH sowie der TP umfaßt und sie in einen umfassenden, spirituellen Rahmen integriert.

Transzendenz als Aufgabe

Transzendenz erfordert Mut und Flexibilität. Es ist der Mut zur Aufgabe unangemessener Vorstellungen, der Mut zur Auflösung zu eng gesetzter Grenzen der Wahrnehmung, der Ideenbildung  und des praktischen Handelns. Es ist ein Mut, der es uns erlaubt, aus der warmen und wohligen, aber muffigen und begrenzenden Welt äußerlich Gleichgesinnter auszubrechen, um das Neue zu erleben und das daraus entstehende beglückende Empfinden, der Wahrheit und der Wirklichkeit wieder ein Stück nähergerückt zu sein.

Es ist die Flexibilität eines starken Menschen, der erkannt hat, daß Rezepte und genormte Vorstellungen eine Scheinsicherheit bieten, hinter der die Angst vor dem Unbekannten lauert. Angst ist weder ein guter Ratgeber noch ein sinnvoller Interpret der Wirklichkeit. Im Prozeß des Heilens - physisch, psyschisch oder spirituell - treffen Ströme lebendiger Energie auf ihresgleichen. Das ruft auf zur Berücksichtigung der individuellen Unterschiede, die die Individuen kennzeichnen. Es weist auf den Systemzusammenhang hin, in dem sich diese lebendigen Energien miteinander befinden. Es verlangt die Berücksichtigung von Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft eines Inidividuums. Und es macht es notwendig, die lebensspendende Ebene menschlichen Seins - wir haben sie an anderer Stelle als Seele definiert - nicht nur zu berücksichtigen, sondern auch in den Heilungsprozeß ausdrücklich miteinzubeziehen.

Transzendenz verleugnet in keinster Weise die Existenz höchster geistiger Ebenen, die von den Religionen als göttlich benannt sind. Im Gegenteil, Transzendenz in ihrem Ausdruck als Transzendentes Heilen bezieht diese Ebenen ein, fordert den Menschen auf, sie zu nutzen für den Heilungsprozeß, ermöglicht einen vertieften Zugang zu diesen Ebenen. Es ist die Ganzheitlichkeit menschlichen Seins als diesseitiges und als jenseitiges Wesen, der wir auf diese Weise Rechnung tragen. Wie könnten wir uns einzig auf Pillen und Maschinen reduzieren, wenn doch die menschliche Gesamtheit angesprochen und in den Heilungsprozeß miteinbezogen werden kann und sollte?

Transzendentes Heilen erfordert umfangreiches Wissen, doch es bleibt nicht dabei stehen. Transzendentes Heilen  fordert ein breites methodisches Instrumentarium, doch es verläßt sich nicht einzig darauf. Transzendentes Heilen fordert den ganzen Menschen als Heiler und als zu Heilenden. Und der ganze Mensch ist mehr, als wir es uns mit unserer Schulweisheit vorstellen können! Deshalb geht der Transzendente Heiler letztlich den Weg der Selbsterkenntnis und der Selbstveränderung, um den Anforderungen  seines Aufgabengebietes - dies ist nicht weniger als die innere und äußere Welt in Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft - genügen zu können. Das Lehrangebot der MIKAO USUI SCHULE bietet die Grundlagen und die Spezialisationen, die auf diesem Weg vonnöten sind.